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Figuren im Drehbuch einführen: So stellst du Charaktere richtig vor

Wenn eine Figur zum ersten Mal die Seite betritt, entscheidet der Leser, wer sie ist. Dieser Leitfaden behandelt die Formatregel (Großbuchstaben und Alter, einmalig), was du in die Einführung tatsächlich schreibst, wie du mit Nebenfiguren und namenlosen Figuren umgehst, einheitliche Namen und Figuren, die wir hören, bevor wir sie sehen. Mit guten und schlechten Beispielen. Er beschreibt den internationalen (US-amerikanischen) Drehbuchstandard, den die meisten Film- und Fernsehproduktionen und auch Kashna Script verwenden; in manchen Ländern gibt es zusätzlich eigene lokale Konventionen.

Aktualisiert im September 2026 · 7 Min. Lesezeit

1. Die Formatregel

Tritt eine sprechende Figur zum ersten Mal auf, schreibst du ihren Namen in der Szenenbeschreibung in Großbuchstaben, meist gefolgt von ihrem Alter in Klammern. Nach diesem ersten Auftritt schreibst du den Namen in der Szenenbeschreibung ganz normal.

BeispielINT. HARBOR OFFICE - NIGHT NADIA OKAFOR (40s) sorts through a stack of shipping manifests, a pencil clamped in her teeth. Nadia stops. Circles one line. Circles it again.

Drei Details solltest du kennen:

Bei vollständigen Namen unterscheidet sich die Praxis. Viele Autoren schreiben nur den Namen groß, mit dem die Figur im Dialog angesprochen wird (NADIA), andere schreiben bei der Einführung den vollen Namen groß (NADIA OKAFOR) und verwenden danach den Vornamen. Beides ist akzeptiert.

2. Was in die Einführung gehört

Du hast ein oder zwei Zeilen. Nutze sie, um dem Leser zu sagen, wer dieser Mensch ist – nicht, um aufzuzählen, wie er aussieht. Das Gesicht findet die Casting-Abteilung. Deine Aufgabe ist das Wesentliche: Haltung, Energie, das eine Detail, durch das der Leser die Figur vor sich sieht.

Eine starke Einführung leistet meist eines oder mehreres davon:

Nimm körperliche Details nur auf, wenn sie für die Geschichte oder für das Wesen der Figur wichtig sind: eine Narbe, die zum Hinweis wird, eine Uniform, die den Beruf verrät, Kleidung, die zehn Jahre aus der Mode ist. Haar- und Augenfarbe spielen fast nie eine Rolle – und wenn du sie festlegst, schränkst du die Besetzung ein.

3. Gute und schlechte Einführungen

Hier die häufigste Anfängerversion, die Beschreibung im Stil eines Polizeiberichts:

VermeidenJAKE MILLER (32) enters. He is 6'1", with short brown hair, blue eyes and a muscular build. He wears jeans, a gray T-shirt and black sneakers.

Wir kennen seine Größe und sein Shirt, aber nichts über ihn. Zum Vergleich:

BeispielJAKE MILLER (32) enters, already apologizing, a man who has been late to everything since birth and has made peace with it.

Dieselbe Figur, eine Zeile – und jetzt hört der Leser, wie er spricht. Noch ein Paar:

VermeidenWe see ROSA (60s). She is a strict and serious woman who is very intelligent and has had a hard life.
BeispielROSA (60s) grades a stack of essays with a red pen that has clearly outlived several owners. She doesn't look up.

Die schwache Version nennt Adjektive, die keine Kamera filmen kann. Die starke Version zeigt Verhalten, das diese Eigenschaften nahelegt. Als Faustregel gilt: Was kein Schauspieler spielen und keine Kamera aufnehmen kann, schreibst du um in etwas, das beide können.

Reflex

In Kashna Script denkst du an die Figur, nicht an die Formatierung. Figurennamen, Dialoge und Regieanweisungen in Klammern landen beim Tippen an der richtigen Stelle – ohne Menüs, jedes Werkzeug nur eine Taste entfernt. Trag dich für den frühen Zugang ein.

4. Nebenfiguren und namenlose Figuren

Nicht jede Figur braucht einen Namen. Eine Figur, die einmal auftritt und ein, zwei Zeilen hat, wird meist über ihre Funktion bezeichnet:

BeispielA bored SECURITY GUARD waves them through without looking. SECURITY GUARD Badges on the way out.

Gängige Konventionen:

SituationSo schreibst du es
Einmalige RolleSchreib die Funktion beim ersten Auftritt groß: a NURSE, the BARTENDER. Der Figurenname über dem Dialog ist dasselbe Wort.
Mehrere Figuren mit derselben FunktionNummeriere sie: WAITER #1, WAITER #2 oder GUARD 1, GUARD 2.
Eine Gruppe, die gemeinsam sprichtVerwende die Gruppe als Figurennamen: CROWD, STUDENTS.
Statisten, die nie sprechenIn den meisten Drehbüchern keine Großbuchstaben nötig: „ein paar Pendler warten am Bahnsteig“. Manche Autoren schreiben sie trotzdem groß, wenn sie besetzt werden müssen.
Kurze beschreibende BezeichnungNützlich, wenn die Funktion allein zu vage ist: TIRED NURSE, YOUNG COP.

Ein nützlicher Test: Ertappst du dich dabei, einer Figur mit nur einer Zeile einen Namen zu geben, frag dich, ob der Name dem Leser hilft. Namen signalisieren Bedeutung. Ein Kellner mit Namen lässt den Leser rätseln, wann er wiederkommt.

5. Eine Figur, ein Name

Hast du dich für einen Namen entschieden, verwende ihn überall: in der Szenenbeschreibung und bei jedem Figurennamen über dem Dialog. Heißt sie in ihrer ersten Szene DETECTIVE HALE, sollte sie später nicht zu HALE, SARAH und THE DETECTIVE werden. Leser verlieren den Überblick, und Drehplanung und Casting-Auszüge führen jede Variante als eigene Person.

Und Figuren, deren Name sich im Lauf der Geschichte ändert? So geht man üblicherweise vor:

6. Gehört, bevor gesehen

Manchmal hören wir eine Figur, bevor sie auftritt: eine Stimme aus dem Nebenzimmer, ein Ruf aus dem Off. Verwende den Zusatz (O.S.) (manche schreiben (O.C.), Off Camera) und führe die Figur trotzdem richtig ein, wenn sie hereinkommt:

BeispielTheo scrubs a pan. Water everywhere. MARGO (O.S.) If that's my good pan, I'm moving out. MARGO (70s), in a bathrobe and gardening gloves, appears in the doorway. She is not moving out. She has never moved out of anything.

Mit der Großschreibung gehen Autoren hier unterschiedlich um. Manche schreiben den Namen in der ersten Szenenbeschreibung nach der Stimme groß, wie oben, weil die Figur dort zum ersten Mal zu sehen ist. Andere setzen vor den Dialog eine kurze Zeile, damit der Leser weiß, wer spricht. Beides funktioniert; entscheidend ist, dass der Leser nie im Unklaren ist, wem die Stimme gehört.

Für einen Erzähler, der nie auftritt, oder eine Stimme auf einer Aufnahme verwendest du stattdessen (V.O.). Der Leitfaden zu Voice-over erklärt das, und der Leitfaden zu Telefonaten behandelt Stimmen am anderen Ende der Leitung.

7. Häufige Fehler

8. Häufig gestellte Fragen

Schreibt man Figurennamen im Drehbuch immer groß?

Nein. In der Szenenbeschreibung schreibst du den Namen einer Figur nur bei ihrem ersten Auftritt groß. Der Figurenname über ihrem Dialog steht dagegen immer in Großbuchstaben.

Muss man das Alter einer Figur im Drehbuch angeben?

Pflicht ist es nicht, aber bei wichtigen Figuren Standard und erwartet. Ein genaues Alter wie (34) oder eine Spanne wie (30s) funktionieren beide.

Wie lang sollte die Einführung einer Figur sein?

Meist ein bis drei Zeilen. Hauptfiguren dürfen etwas mehr bekommen; Nebenfiguren brauchen oft nur ein paar Worte.

Wie schreibt man namenlose Figuren im Drehbuch?

Bezeichne sie über ihre Funktion, beim ersten Auftritt großgeschrieben, zum Beispiel GUARD oder NURSE. Gibt es mehrere, nummerierst du sie: WAITER #1, WAITER #2.

Sollte ich beschreiben, wie meine Figur aussieht?

Nur Details, die für die Geschichte wichtig sind oder zeigen, wer die Person ist. Konzentriere dich auf Persönlichkeit und Verhalten statt auf Haarfarbe, Größe oder Kleidungslisten.

Fade out.

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